{"id":117,"date":"2014-05-06T17:20:06","date_gmt":"2014-05-06T15:20:06","guid":{"rendered":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/?p=117"},"modified":"2021-10-14T12:22:18","modified_gmt":"2021-10-14T10:22:18","slug":"apparatus-operandi-philologie-der-schaltung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/?p=117","title":{"rendered":"apparatus operandi &#8212; Philologie der Schaltung?"},"content":{"rendered":"<p>Sebastian D\u00f6ring &amp; Jan-Peter E.R. Sonntag<br \/>\n15. Mai 2014<br \/>\n17.30 &#8212; 18.30<br \/>\nKonferenz <em>Was wird Medienphilologie sein?<\/em><br \/>\nRuhr-Universit\u00e4t Bochum, Beckmanns Hof<\/p>\n<p>Ein erster Blick auf die Platine, eine Apokryphe des DIY-Modularsynthesizers des Medientheoretikers Friedrich Kittler, wurde von Manfred Sch\u00f6ne pr\u00e4zise und kompakt kommentiert:<br \/>\n\u201eWir haben Elemente in integrierter Form, in Form von integrierten Schaltkreisen, die einmal der Analogverarbeitung dienen, also Operationsverst\u00e4rker, die wahrscheinlich zwei Spannungen ben\u00f6tigen, also Plus und Minus, wir haben es mit Logik zu tun und im Bereich CMOS, ja? \u2013 Und das sind Dinge, die im Bereich von 4-18 Volt betrieben werden k\u00f6nnen, wahrscheinlich hier 15 Volt, ich wei\u00df es nicht, und wir erkennen hier verschiedene Elemente wie logische Gatter oder Schmitt-Trigger, Impulsformer, oder D-Flipflops oder Monoflops. Dann aber wieder erkennen wir Bausteine, die mit Digital\/Analog-Wandlung oder umgekehrt zu tun haben, z.B. der Baustein ZN 426 und wahrscheinlich auch der Kompagnon 427. Und wir k\u00f6nnen ableiten, dass hier analoge Information aufgearbeitet wird, um gewandelt zu werden, bzw. umgekehrt, Digitalinformation wieder zur\u00fcckgewandelt wird ins Analoge. Was bei diesem Sequencer auch hervorsticht, ist, dass wir es mit Speicher zu tun haben, also mit der M\u00f6glichkeit, die einzelnen sequentiellen Schritte \u2013 in welcher Form auch immer, m\u00fcssen wir kl\u00e4ren \u2013 zu speichern in digitaler Form. Das ist eine wesentliche Weiterentwicklung, denn zu Beginn dieser Sequencer-Geschichte hatte man lediglich Ger\u00e4te, wo man mit Potis Spannungen einstellte, um damit T\u00f6ne zu erzeugen. Da ist die Charakteristik Volt pro Oktave: ein Spannungswert legt die Tonh\u00f6he fest, oder aber eine Spannung einzustellen, die wiederum als solche Modulationen \u00e4ndern kann, die Filtereigenschaften \u00e4ndern kann. Ein sogenanntes spannungsgesteuertes Filter w\u00e4re ja durch eine Steuerspannung im Klang ver\u00e4nderlich. Mit anderen Worten: mit so einem Sequencer hat man die M\u00f6glichkeit, sich was auszudenken, kreativ zu sein, das abzuspeichern, um es jederzeit reproduzieren zu k\u00f6nnen. Und man kann damit Tonmelodien machen, als Begleitung vielleicht, als Riff, als Basslauf. Oder eben Modulations- und Klangeigenschaften ver\u00e4ndern, nach einen Muster. So viel kann ich erstmal ganz grob sagen.\u201c<\/p>\n<p><em>neuropolis<\/em> ist Produktionspartner des Beitrags <em>Philologie der Schaltung?<\/em> von <em>apparatus operandi<\/em> am 15. Mai 2014 am <em>Institut f\u00fcr Medienwissenschaft<\/em> der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.apparatus-operandi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.apparatus-operandi.org\/<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.medientheater.org\/articles\/44\/philologie-der-schaltung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.medientheater.org\/articles\/44\/philologie-der-schaltung<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/medienphilologie\/einzelseiten_konferenz\/konferenz_vortrag10_doering-sonntag.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/medienphilologie\/einzelseiten_konferenz\/konferenz_vortrag10_doering-sonntag.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sebastian D\u00f6ring &amp; Jan-Peter E.R. Sonntag 15. Mai 2014 17.30 &#8212; 18.30 Konferenz Was wird Medienphilologie sein? Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, Beckmanns Hof Ein erster Blick auf die Platine, eine Apokryphe des DIY-Modularsynthesizers des Medientheoretikers Friedrich Kittler,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":119,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[4],"tags":[7,11,12],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=117"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":180,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117\/revisions\/180"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/119"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.neuropolis.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}