Projekte
ILIAS
Eine Inszenierung mit Flüchtlingen aus Bosnien und Herzegowina
Premiere am 27. März 2010, 20.30h im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN.
Weitere Spieltermine: 28. März und 1.+2.+3. April 2010, jeweils 20.30h im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN.
Als die Kriege im zerfallenden Jugoslawien Europa erschütterten, flohen viele Menschen aus ihrer Heimat. Mit Laiendarstellerinnen aus Bosnien und Herzegowina und professionellen Schauspielern untersucht die Inszenierung die Anatomie des Krieges.
Die Ilias erzählt vom Krieg als einer Abfolge von privaten Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Der Krieg ist im zehnten Jahr und ein Ende nicht abzusehen. Alle wollen nach Hause – die Flüchtlinge in ihre zerstörten und geplünderten Städte rund um Troja, die Griechen und ihre Verbündeten zu ihren Familien. Doch viele werden ihre Heimat oder ihr Leben verlieren.
Das Lager vor Troja wird zum Flüchtlingscamp der 90er Jahre, das Provisorium ist für die Bewohner Normalität, die Ausnahmesituation zum Alltag geworden. Hier werden Strategien gesponnen, Intrigen ausgeheckt, gefeiert und getrauert. Die Laiendarsteller sind die Protagonisten, die durch ihre erlebte Realität der Ilias eine konkrete Perspektive geben – während die Ilias Strukturen offen legt, die auch auf dem Balkan Gültigkeit besaßen.
Konzept & Regie: KRZYSZTOF MINKOWSKI, DIRK MORAS
Bühne & Kostüm: KONRAD SCHALLER | Bühnenbildassistenz: ALEKSANDRA PAVLOVIĆ
Produktion: PARALLELWERK | Presse: KATJA KETTNER
Es spielen: BEGZADA ALATOVIĆ, RAZA ALIĆ, SENA ČALUKOVIĆ, VASVIJA GRBO, JONAS LITTAUER, SEKA MUJKIĆ, NIKOLAI PLATH
Eine Veranstaltung von neuropolis – culture at work e.V. | in Kooperation mit Südost Europa Kultur e.V. und dem Theaterhaus Berlin
Das Projekt wird gefördert von:
dieGesellschafter / Aktion Mensch, Kulturamt Neukölln und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin.

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